Die Untersuchungen zeigen, dass sich die Betonfahrbahnplatte grundsätzlich in einem ausreichenden Zustand befindet. Deutlich stärker betroffen sind jedoch die Fahrbahnübergänge, Randanschlüsse und Teile der darunterliegenden Stahlkonstruktion. Dort wurden erhebliche Korrosionsschäden festgestellt. Teilweise weisen ursprünglich rund zwölf Millimeter starke Stahlbleche nur noch eine Reststärke von etwa acht Millimetern auf. Auch der bestehende Korrosionsschutz ist nicht mehr ausreichend wirksam.
Bis auf Weiteres bleibt deshalb die bestehende einspurige Verkehrsführung über die Brückenmitte bestehen. Parallel dazu wird die notwendige Sanierung nun konkret geplant.
Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 10. August 2026 die Ausgaben für die bereits erfolgten Zustandsuntersuchungen sowie für die Erarbeitung des Vor- und Bauprojekts bewilligt. Die Kosten werden je zur Hälfte vom Kanton Glarus und der Politischen Gemeinde Weesen getragen. Für die Projektierung beträgt der Anteil der Gemeinde Weesen rund 44 400 Franken.
Ziel dieser Projektierung ist es, ein konkretes Preisschild für die Gesamtsanierung der Biäschenbrücke zu erhalten. Dazu werden der genaue Sanierungsumfang, die notwendigen statischen Massnahmen, die Baukosten sowie die mögliche Verkehrsführung während der Bauzeit ausgearbeitet. Mit diesem Schritt ist noch kein Entscheid über den eigentlichen Sanierungskredit verbunden.
Sobald diese Grundlagen und verlässliche Kostenzahlen vorliegen, werden die Politische Gemeinde Weesen und der Kanton Glarus das weitere Vorgehen erneut eingehend miteinander besprechen. Dabei wird insbesondere auch zu klären sein, wie die Biäschenbrücke nach einer Sanierung künftig genutzt werden soll. Anschliessend wird die Bevölkerung über die nächsten Schritte informiert.